Wer Urlaub macht, sollte sich auch eine möglichst angenehme Anreise bescheren. Aber wie wir alle wissen: Gerade im Flugzeug ist das oft nicht das Einfachste. Und dennoch gibt es hier den einen oder anderen Travelhack, den ihr anwenden könnt, damit die Zeit in der Luft die Vorfreude nur noch mehr steigert, anstatt euch in schlechte Laune zu versetzen.

Wir verraten euch, welche Sitzplätze im Flieger die besten sind und wie ihr sie bekommt.

Welcher Platz im Flugzeug ist der beste?

Auf Reisen hat jeder so seine Vorlieben. Die einen sitzen lieber am Gang, die anderen kleben gerne am Fenster. Und wieder anderen ist es vollkommen egal, wo und wie sie untergebracht werden, Hauptsache sie kommen sicher an ihr Ziel und können endlich in ihren wohlverdienten Urlaub starten.

Gerade auf Flugreisen fragt man sich aber dennoch oft, welcher Platz im Flieger nun der beste ist? Weiter vorne? Mittig? Oder doch ganz hinten? Hier gilt: Die eigenen Interessen und Bedürfnisse sind entscheidend, um DEN perfekten Sitzplatz zu küren.

Ihr seid euch noch nicht sicher, wo ihr euch am wohlsten fühlt? Dann könnten euch folgende Kategorien helfen.

1. Der perfekte Platz bei Flugangst

Kennt ihr eigentlich eine Person, die während eines Fluges vollkommen entspannt im Sitz verweilt und jegliche Turbulenzen einfach so wegsteckt? Wir auch nicht. Deshalb achten viele Passagiere darauf, einen Platz zu buchen, auf dem sie wenigst möglich davon mitbekommen, was unter und ober ihnen passiert. Wer Angst vor Erschütterungen, Luftlöchern oder anderen Bewegungen hat, die einem 10.000 Meter über dem Boden die eine oder andere Schweißperle auf die Stirn treiben, sollte also am besten über den Tragflächen Platz nehmen.

Denn dort spürt man Turbulenzen nachweislich am wenigsten, da das Flugzeug hier besonders stabil ist und nicht so leicht ins Wackeln kommt. Ist dieser Platz schon besetzt, ist ein Buchung im vorderen Teil der Maschine die zweitbeste Wahl, um möglichst angstfrei ans Ziel zu kommen.

2. Der perfekte Platz, um komfortabel zu reisen

Wer liebt es nicht, seinen Beinen während eines Fluges eine ordentliche Portion Freiraum zu geben? Eben. Daher sind Plätze mit großer Beinfreiheit, die sich (abgesehen von First- und Business-Class) an den Notausgängen befinden, auch sehr beliebt. Das wissen auch die Airlines. Daher verlangen sie für diese Sitzplätze bei einer Vorab-Reservierung auch meistens mehr. Geduldet man sich bis zum klassischen Check-in, sind das oft die einzigen Plätze, die etwas kosten.

Wer auf Langstreckenflügen nicht darauf verzichten möchte, seine Beine auszustrecken, hat hier oft die Möglichkeit, zusätzlich zur gängigen Economy-Class auch einen sogenannten Premium-Economy-Tarif zu buchen. Das ermöglicht ausschließlich Gang- und Fensterplätze sowie 15 cm mehr Beinfreiheit. Dreamy …

3. Der perfekte Platz, wenn man es eilig hat

Es ist wohl ein Phänomen, das Flughäfen und Flugzeuge mit sich bringen: Man fühlt sich einfach immer ein bisschen gestresst. Schaffe ich es pünktlich zum Flieger, wenn ich drei Stunden vorher dort bin? Komme ich ohne Probleme durch den Security Check? Habe ich sofort Reisepass und Boarding-Ticket parat, wenn es jemand sehen will? Die Antwort auf all diese Fragen lautet in den meisten Fällen: JA! Doch selbst im Flugzeug ist der Stress noch nicht vorbei.

Kaum setzt die Maschine wieder auf dem Boden auf und rollt gemütlich in Richtung Andock-Station, beginnt es im Inneren des Fliegers schon zu wuseln. Die Passagiere fuchteln nervös an ihren Gurten herum, versuchen ihren Handy-Empfang wieder zurückzuerlangen und stehen schon in Startposition, um sich ihr Gepäck zu schnappen und aus dem Flugzeug zu sprinten, als hinge ihr Leben davon ab. Gut, einige haben es vielleicht wirklich eilig, da sie einen Anschlussflug, Bus oder Zug verpassen könnten. Hier ist es ratsam, einen Platz möglichst weit vorne zu buchen. Denn so kommt man noch schneller aus dem Flugzeug oder zum Gepäckband und kann die chaotische Meute hinter sich lassen, die sich fast schon um den schnellsten Ausstieg zu prügeln beginnt.

4. Der perfekte Platz, wenn man nur ans Essen und Trinken denken kann

Könnt ihr euch noch an eine Zeit erinnern, an dem man kostenlos Getränke und Snacks serviert bekommen hat? Auch wenn das Essen in luftiger Höhe nicht mal sonderlich gut war, hatte es doch einen besonderen Flair, während man es verspeist hat. Das ist jetzt zwar immer noch möglich, doch in den meisten Airlines muss man dafür bezahlen. Als Gegenleistung erhält man aber immerhin größere Portionen, mehr Kaffee und teilweise sogar richtige Gourmet-Menüs.

Wer es gar nicht mehr erwarten kann, bis die Flugbegleiter:innen mit der Frage: „Drinks or Snacks?“ kommen, platziert sich am besten so weit vorne, wie möglich. Denn der Service beginnt immer in der Höhe des Cockpits. Bei größeren Maschinen fängt das Bordpersonal außerdem noch im hinteren Teil des Flugzeuges an, Getränke und Essen anzubieten.

5. Der perfekte Platz, wenn man die Aussicht genießen möchte

Wer gerne während dem Flug aus dem Fenster blickt, sei es um die Landschaft oder die Wolkenformationen zu bewundern – oder um sich zu vergewissern, dass die Tragflächen noch intakt sind, bucht einen Fensterplatz. Logisch. Doch Fensterplatz ist nicht gleich Fensterplatz. Denn die Sitzreihen sind oft so angeordnet, dass man in eine Wand starrt, anstatt die große weite Welt zu betrachten. Der Grund: Die Reihen sind oft versetzt angeordnet. Beim Check-in auf den Websites der Airlines ist das natürlich nicht vermerkt.

Wer sich also ein kleines Ärgernis ersparen möchte, bucht lieber einen Platz auf der rechten Seite. Denn links sind Sitze und Fenster meistens anders angeordnet. Extratipp: Auf seatguru.com könnt ihr euch die Bewertungen diverser Sitzplätze von anderen Passagieren durchlesen. Dazu müsst ihr einfach den Namen der Airline, Flug- sowie Sitzplatznummer eintippen.

So sichert ihr euch den Traumplatz

Habt ihr einen passenden Platz für euch gefunden? Gut. Dann heißt es nur noch: Schnell sein, damit ihr euren Traumsitz auch ergattert. Hier lohnt es sich, gleich nach der Buchung in Erfahrung zu bringen, wann der Online-Check-in startet. Denn nicht jede Airline beginnt damit 24 Stunden vor Abflug. Bei vielen Fluglinien kann bereits Tage vorher einchecken – doch nachdem das nur die wenigsten wissen, steigt eure Chance hiermit auch, euren Favoriten unter den Sitzplätzen zu sichern. Wer zu ungeduldig ist und absolut kein Risiko eingehen möchte, kann den fixen Platz auch schon während der Flugbuchung reservieren. Das kostet jedoch eine extra Summe, die man dann meistens doppelt bezahlt, da man oft nicht alleine unterwegs ist und der Reise-Kompagnon doch auch ein Recht auf einen guten Platz hat, nicht wahr?

Schon klar, während einer maximalen Flugzeit von etwa einer Stunde zahlt sich der Aufwand eigentlich gar nicht wirklich aus. Dem Gemüt kann es aber dennoch nicht schaden, bereits bei der Anreise ein nettes Erlebnis zu haben. Wer außerdem einen Langstreckenflug vor sich hat, wird uns mit Sicherheit noch dankbar sein, sich über den richtigen Platz im Flieger Gedanken gemacht zu haben.