Es ist so weit: die Jahreszeit, in der wir uns ganz auf uns selbst konzentrieren und dabei auch überhaupt kein schlechtes Gewissen haben, ist endlich wieder da! Denn der Herbst steht ganz im Zeichen von aufgeladenen Batterien und Selfcare. Das hat uns auch Yogi Julia Pross bestätigt.

Denn sie gibt uns Tipps, wie wir tiefenentspannt in den Herbst starten.

1. Eine Yoga-Session in den Alltag miteinbauen

Wenn es draußen wieder trüb und trostlos wird, sollten wir dafür sorgen, dass wir zumindest innerlich glühen. Ob vor Glück, Energie oder Tiefenentspannung, bleibt jedem selbst überlassen. Ein Wort, dass uns aber dennoch durch den Herbst begleiten sollte, ist „Selfcare“! Denn dieses einfache Ritual trägt dazu bei, dass wir Herausforderungen leichter meistern und eine innere Ruhe spüren. „Selfcare ist nicht nur das Schaumbad nach einem langen Arbeitstag, sondern vielmehr eine Lebenseinstellung, die uns dabei unterstützt, Ressourcen gezielt einzusetzen, die eigenen Grenzen zu wahren und uns gut zu fühlen“, erklärt Yogalehrerin und Leiterin des Studios The Wyld Thing, Julia Pross.

Und wie könnte das besser gelingen, als mit einer entspannenden Yoga-Session? Ob ein knackiger Morning-Flow gleich nach dem Aufstehen, ein belebender Flow in der Mittagspause oder eine relaxende Einheit nach der Arbeit. Versucht also einfach mal, eine kurze Session in euren Alltag einzubauen und nehmt die positive Veränderung wahr, die danach einsetzt.

2. Den Stress weg meditieren

Vom Profi lernen wir auch, dass es vielleicht eine Zeit lang dauern könnte, bis wir die perfekte Methode gefunden haben, um unserer Me-Time nachzugehen. „Selfcare ist sehr individuell. Möchte man seine Selfcare Rituale finden, ist es zunächst ganz wichtig, sich zu überlegen, was Energie gibt und was Energie raubt. Aus all jenen Dingen, die einem Energie geben, kann man dann seine individuelle Selfcare Routine etablieren!“ so Julia.

Und dazu zählt definitiv Meditation! Denn man nimmt sich dabei gezielt Zeit, um sich selbst etwas Gutes zu tun. Wer also gerne in sich gehen und seine Gedanken weg vom Arbeitsstress und hin zu angenehmen Dingen lenken möchte, kann einfach meditieren. Ob gedanklich, per Audio oder mittels geführter Meditation in einem angenehmen Umfeld. Eine schöne Atmosphäre kann man sich übrigens auch ganz einfach nach Hause holen: Duftkerzen oder Duftlämpchen, angenehme Klänge oder Meeresrauschen können helfen, ganz schnell in Entspannungs-Mood zu kommen.

3. Alles mittels Journaling aufschreiben

Es gibt einen guten Grund, weshalb Tagebücher gerade wieder ein Revival feiern. Allerdings halten wir darin nicht etwa fest, wie nahe wir unserem Schwarm heute gekommen sind und wie sehr unsere Eltern mal wieder nerven. Sondern wir werden mittels Journaling motiviert, aufzuschreiben, wofür wir dankbar sind, welche Ziele wir uns setzen und was uns beschäftigt.

Auch für mentale Gesundheit kann das Selfcare-Ritual sehr entspannend sein und uns mit einem guten Gefühl durch den Herbst leiten. „Für die mentale Gesundheit ist es unverzichtbar, sich auch mit den eigenen Emotionen zu befassen. Journaling oder Meditation sind hilfreiche Tools, um Gefühle bewusst wahrzunehmen, zu verstehen, zu reflektieren und zu verarbeiten“, weiß auch Yogi Julia.

4. Einfach mal „nein“ sagen

Wer kennt es nicht: eigentlich freut man sich auf einen gemütlichen Abend, auf sein Lieblingsessen und auf seine Lieblingsserie. Und dann fragt jemand, ob man nicht doch noch Lust hätte, auf ein oder zwei Gläschen in die Stadt zu fahren. Unser Kopf sagt: „Nein, keinen Bock“. Doch unser Herz, das soziale Interaktionen einfach nicht ausschlagen kann, weil FOMO und so weiter, sagt „Na, klar, wann soll ich wo sein?“. Und dann trauert man die ganze Zeit über seiner wohlverdienten Me-Time nach.

Wie wäre es, wenn ihr euch das nächste Mal einfach an folgende Selfcare-Rule haltet: Nein sagen! Wir lernen durch Selfcare nämlich unsere Grenzen besser kennen und respektieren sie auch mehr. „Sagt man ‚Nein‘ zu etwas, das man nicht tun möchte, sagt man ganz laut ‚Ja‘ zu sich selbst. Dabei geht es keinesfalls um Egoismus, sondern darum, für sich selbst einzustehen und die eigenen Grenzen anzuerkennen“, rät Julia. Diesen Tipp nehmen wir wohl alle dankend an …

5. Die Seele baumeln lassen

Hin und wieder benötigt man auch einen Ortswechsel, um seine Seele baumeln zu lassen und uns auf andere Gedanken zu bringen. Das schreit verdächtig nach einer Wellness-Auszeit, in der auch Momente in der Natur nicht zu kurz kommen. Denn zu Entspannung, Selfcare und Me-Time können auch Sport oder Bewegung an der frischen Luft zählen. Umso besser, wenn man dieses Ritual anschließend mit einer Runde schwimmen oder ein bisschen schwitzen in der Sauna kombiniert.

Julia: „Wenn wir gut auf uns und unseren Energiehaushalt schauen, profitieren unsere Mitmenschen ebenfalls davon, frei nach dem Motto: ‚You can’t pour from an empty cup’“. SO starten wir gerne in den Herbst