Schweren Herzens müssen wir es einsehen: Die Tage werden wieder kürzer und die Temperaturen sinken. It is what it is, der Sommer neigt sich schön langsam dem Ende zu und der Herbst steht vor der Tür. Das heißt aber noch lange nicht, dass Sport im Freien jetzt vorbei ist! Ganz im Gegenteil, jetzt fangen wir erst richtig an – denn Outdoor-Workouts stärken nicht nur unsere mentale Gesundheit, sondern vor allem auch unser Immunsystem.

Warum uns Sport im Freien so abhärtet und welche Gadgets jetzt perfekt für Outdoor-Fitness sind, verraten wir euch hier!

So gesund ist Outdoor-Sport

Da ist sie wieder, die kalte Jahreszeit, die uns endlich wieder einen Grund gibt, uns nach drinnen zu verkriechen. Denn seien wir ehrlich: Für Sport im Freien ist es jetzt doch wirklich viel zu kalt. Wir wollen uns ja nicht verkühlen! Wer jetzt denkt, dass da wirklich etwas dran ist, den müssen wir an dieser Stelle gleich mal enttäuschen: In Wahrheit ist Outdoor-Sport – in der richtigen Dosis – nämlich mehr als gesund. Das versichert uns auch Sportmediziner Dr. Robert Fritz, der die „Sportordination“ in Wien betreibt. Denn damit stärken wir nicht nur unser Herz-Kreislauf-System, die Muskulatur und unsere Fitness, sondern vor allem auch unser Immunsystem. Und auch für die Psyche ist Sport – egal, ob drinnen oder draußen – extrem wichtig.

Wie wirkt Sport auf das Immunsystem?

Dass Sport ganz allgemein gut für unser Immunsystem ist, haben wissenschaftliche Studien längst bewiesen: Bewegung führt zu Endorphinausschüttung und fördert die Produktion von natürlichen Killerzellen und Antikörpern. Wenn wir unsere Sporteinheiten dann noch an die frische Luft verlegen, bekommen wir ganz nebenbei auch jede Menge Sauerstoff und tanken Vitamin D an der Sonne – Win-win für Körper und Geist! Schon 2,5 Stunden Bewegung in der Woche reichen laut der Weltgesundheitsorganisation WHO aus, um uns und unserem Körper etwas Gutes zu tun. Und das muss nicht immer anstrengend sein, versichert Dr. Fritz.

Wichtig ist es, dabei vor allem unterschiedliche Reize zu bekommen und die Einheiten abzuwechseln. Eine gute Mischung aus Ausdauer- und Krafttraining ist besonders effektiv. Und Sport ist obendrein auch noch gut für unsere Psyche, denn wenn wir aktiv sind und uns regelmäßig bewegen, bauen wir Stress ab. „Bewegung ist ein extrem gutes Tool, um die Psyche wieder ins Gleichgewicht zu bringen“, betont der Sportmediziner. Schon mit kleinen Sporteinheiten können wir das Stresshormon Cortisol abbauen und so wieder einen klaren Kopf bekommen. Egal, ob wir Sport im Freien machen oder Indoor ein knackiges Work-out einlegen, wir schütten dabei Endorphine aus, die sich wiederum positiv auf unser Wohlbefinden und damit auch auf unser Immunsystem auswirken – Stress und schlechte Laune können immerhin auch krank machen.

Was muss ich bei einem Outdoor-Workout beachten?

Wer sich Gedanken darüber macht, dass Sport an der kalten Luft gefährlich sein und zu Erkältungen führen könnte, den kann der Sportmediziner an dieser Stelle beruhigen: „Im Prinzip tut mir die Kälte gar nichts, wenn ich nicht zu intensiv unterwegs bin.“ „Gefährlich“ kann es nur dann werden, wenn ich so gut wie nie Sport mache und draußen plötzlich Vollgas gebe. Dann kann es nämlich passieren, dass ich die kalte Luft zu tief in mein Bronchialsystem einatme und Bakterien und Viren dadurch bessere Chancen haben, das Immunsystem anzugreifen. Was man beim Sport im Freien nämlich beachten muss: „Die trockene, kalte Luft schwächt die Schleimhäute. Wenn dann noch Viren und Bakterien hinzukommen, ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass ich mich verkühle“, so der Experte. Deshalb ist es wichtig, vor und nach der Sporteinheit ausreichend zu trinken, damit die Schleimhäute gut angefeuchtet und dadurch weniger anfällig für Infekte sind. Der Tipp vom Profi: durch die Nase atmen – denn die „hat den Vorteil, die Luft aufzuwärmen und zu befeuchten“.

Erkältungen können wir außerdem mit der richtigen Kleidung verhindern. Das heißt aber nicht, dass man sich extrem warm anziehen soll, ganz im Gegenteil: „Wenn ich draußen Sport betreibe, darf mir in den ersten zehn bis 15 Minuten kalt sein und ich darf leicht frieren“, sagt Dr. Fritz. Wem schon vor dem Work-out warm ist, der hat definitiv zu viel an, warnt der Profi: „Der Körper erhitzt durch die Anstrengung und produziert wahnsinnig viel Wärme, und die muss irgendwo hin; dann bin ich klatschnass und mir wird kalt. Viele frieren im Winter und verkühlen sich, weil sie zu warm angezogen sind!“ Sein Tipp: auf den Zwiebellook und Funktionskleidung, die die Feuchtigkeit vom Körper wegtransportiert, setzen. Dann kann beim Outdoor-Training auch fix nichts schiefgehen.

Der „Open-Window-Effekt“

Aufpassen heißt es allerdings beim sogenannten „Open-Window-­Effekt“. Wie der Name schon vermuten lässt, geht es dabei um ein kurzes Zeitfenster nach dem Training, in dem wir besonders anfällig für Infektionen sind. Das Ganze hat einen evolutionsbiologischen Hintergrund: „Wir haben uns niemals angestrengt, weil es uns Spaß gemacht hat, sondern das war immer eine Stresssituation“, erklärt Dr. Fritz. Unser Immunsystem fährt während des Sports hoch, um sich für eine Verletzung bereitzumachen, dann passiert aber nichts und es fällt wieder ab. Während dieser Phase steht dann quasi das Fenster offen und der Eintritt für Viren und Bakterien ist leichter möglich. Deshalb wichtig: nach dem Sport im Freien nicht ewig im kalten Wind rumstehen und sofort raus aus der verschwitzten Kleidung! „Wenn ich das beherzige, kann ich bei jedem Wetter draußen Sport betreiben und muss auch keine Angst haben“, versichert der Experte.

What doesn’t kill us, makes us stronger

Dann bleibt nur noch die Frage: Kann man es eigentlich auch übertreiben und zu viel des Guten tun? Und ab welcher Temperatur sollten wir das Outdoor-Training dann doch lieber lassen? „Zu kalt gibt’s nicht“, versichert der Sportmediziner. Und was die Menge an Sport angeht: „Die Dosis macht das Gift“, so der Experte. Übertreiben kann man es immer, aber das haben wir ja ohnehin nicht vor. Also können wir uns getrost in unsere wintertauglichen Sportklamotten schmeißen und losstarten – Doctor approved!

5 Essentials für Sport im Freien

Damit das Training im Freien noch mehr Spaß macht, haben wir hier unsere Outdoor-Workout-Favorites für euch:

1. Sonos Roam Portable Speaker

Auch bei Sport im Freien darf der richtige Sound natürlich nicht fehlen. Für ein HIIT-Trainig oder eine Yoga-Session im Park gibt’s nichts Besseres, als den Portable Speaker von Sonos. Der Smart Speaker ist leicht und damit besonders mobil. Er kann zu Hause über WLAN und im Freien via Bluetooth verbunden werden. Pluspunkt: ein langlebiger Akku für stundenlanges Musikhören! Unsere Lieblingsfarbe: Olive! Die Soundbox gibt’s aber auch noch in Ocean (Blau), Sunset (Rosa), Schwarz oder Weiß. Erhältlich für 199 Euro via sonos.com

Bild: Sonos

2. Waschbare Yogamatte von Yosana

Ähm, wie cool ist das bitte! Die bunten Yogamatten von Yosana sind nicht nur waschbar, sondern auch noch rutschfest und nachhaltig produziert. Tripple-Win würden wir sagen! Die Matten sind aus Naturkautschuk und recycelten Textilfasern hergestellt; ein Material, das für perfekten Halt sorgt. Der perfekte Begleiter fürs Outdoor-Training, und obendrein sorgen die bunten Designs sorgen für die nötige Portion Motivation – Lieben wir. Ein weiterer Pluspunkt auf der Karma-Liste: Yosana ist Partner von SOS-Kinderdorf und mit dem jedem Kauf auf yosana.eu unterstützt das Unternehmen den Verein SOS-Kinderdorf Österreich. Die Yogamatten von Yosana sind ab 59 Euro im Webshop erhältlich.

Bild: Yosana

3. Outdoor-Trainingsjacke von Asics

Besonders wichtig für Sport im Freien: Funktionskleidung, die nicht nur warm hält, sondern auch den herbstlichen Wetterbedingungen standhält – aka. sie muss wasserfest sein. Unser Must-Have für den Herbst: die Asics Fujitrail Waterproof Jacket aus der Laufkollektion. Die Jacke ist wasserdicht, leicht und atmungsaktiv und wurde unter technischen Bedingungen in den Bergen getestet. Also perfekt fürs Lauftraining, aber auch zum Wandern; erhältlich für rund 200 Euro über asics.com

Bild: Asics

4. Thermo-Trinkflasche von Mepal

Auch bei Sport im Freien sollten wir auf keinen Fall darauf vergessen, genügend zu trinken! Deshalb: Immer eine Trinkflasche mit dabei haben. Unser Favorite: Die Thermoflasche Ellipse in roségold von Mepal – für kalte oder heiße Getränke, die bis zu 12 Stunden warm oder 24 Stunden kalt gehalten werden. Die Flasche ist absolut auslaufsicher und BPA-frei; erhältlich für rund 28 Euro via mepal.com

Bild: Mepal

5. Cap von The North Face

Stylish in den Park zu laufen macht das Workout im Freien gleich noch besser! Deshalb darf ein praktisches Accessoire wie diese Cap von The North Face fix nicht fehlen. Unser Lieblingsteil: Die klassische Variante in Schwarz für rund 20 Euro via zalando.at – die Kappe ist aber auch in anderen Farben erhältlich.

Bild: The North Face via Zalando