Okay, Spinnenphobiker – und eigentlich auch alle anderen Menschen – müssen jetzt sehr stark sein. Denn die giftige Nosferatu-Spinne breitet sich gerade bei uns aus. Und weil das Tier Wärme gewohnt ist, sucht es laut Experten im Herbst und Winter Unterschlupf in unseren Wohnungen.

Damit ihr nicht gleich umziehen müsst, wenn ihr diese Spinne in euren vier Wänden entdeckt, haben wir ein paar Tipps, was ihr stattdessen tun könnt.

Giftige Nosferatu-Spinne breitet sich bei uns aus

Als wäre das Aussehen der Nosferatu-Spinne nicht schon angsteinflößend genug, ist auch ihr Name nicht sonderlich hoffnungsvoll. Denn die giftige Spinnenart, die eigentlich aus einem Gebiet rund um das Mittelmeer bis hinauf nach Südrussland stammt, breitet sich aufgrund der Klimaerwärmung nun auch in unseren Breitengraden aus.

Aktuell häufen sich die Sichtungen der Zooropsis spinimana, wie die Spinne auch genannt wird, in Deutschland und der Schweiz. Mit ziemlicher Sicherheit findet das Krabbeltier auch bald seinen Weg als blinder Passagier nach Österreich. Ihren gruseligen Namen erhielt das Tier übrigens aufgrund der Zeichnung am Rücken. Diese soll laut Forschern einem Vampir aus alten Horror-Filmen ähneln.

Das große Problem ist allerdings, dass diese Spinnenart Wärme gewohnt ist, da sie aus südlichen Regionen stammt. Da uns der Sommer gerade verlässt, ist es auch sehr wahrscheinlich, dass das Tier die Wärme sucht. Und die gibt es momentan nur in unseren Wohnungen. Daher wird die Riesenspinne (jap, sie sind mit ca. sieben Zentimetern leider wirklich SEHR riesig) auch gerne als „Wohnungsspinne“ bezeichnet.

Giftig, aber nicht tödlich

Ein weiteres Indiz dafür, dass dieses haarige Tier direkt aus der Hölle kommt: Es lauert im Dunklen und springt dann seine Beute an. Dazu zählen glücklicherweise jedoch nicht wir Menschen. Dafür aber Insekten und andere Spinnen. An Glaswänden kann die Spinne übrigens problemlos hochklettern, und ihre Giftklauen können sogar Menschenhaut durchdringen.

Einen kleinen Hoffnungsschimmer gibt es jedoch: die Nosferatu-Spinne ist zwar giftig, aber nicht tödlich. Immerhin. Wird man von ihr gebissen, dann ist es laut Experten in etwa wie ein Wespenstich. Die Spinne soll außerdem nur dann angreifen, wenn sie sich bedroht fühlt. Also sollte man, wenn man in die unglückliche Situation kommt, diesem Tier zu begegnen, auf keinen Fall zupacken und sie mit bloßen Händen angreifen.

Denn dann fühlt sich die Spinne in die Ecke gedrängt und beißt zu. Sollte es dennoch dazu kommen – denn wie wir wissen, setzt der Verstand oft aus, wenn wir einer Spinne begegnen – gibt es keinen Grund zur Panik. Auch wenn der Biss höchst schmerzhaft ist, folgt dann „nur“ eine gerötete Stelle und möglicherweise Kopfschmerzen. In der Regel sollte der Spuk dann aber wieder vorbei sein. Halten die Symptome an, sollte man aber auf jeden Fall medizinische Hilfe suchen.

Das solltet ihr tun, wenn ihr die Spinne in eurer Wohnung findet

Um auf alles vorbereitet zu sein, ist es ganz nützlich zu wissen, wie eine Nosferatu-Spinne aussieht. Auch wenn uns das ab jetzt womöglich bis in unsere Träume verfolgen wird. Man erkennt diese Spinnen an ihrem gelblichen oder ockerfarbenen Körper. Auf dem Rücken sind weiße und schwarze Flecken zu sehen. Das Vorderteil ist rundlich, das hintere Ende oval. Ihre Beine sind haarig und gelblich-grau, mit schwarzen Ringeln. Sie verstecken sich übrigens gerne an dunklen Orten, wie etwa hinter Vorhängen oder Bildern, an Fensterrahmen oder unter Schränken und Sofas. Ein Netz weben sie übrigens nicht.

So, und bevor ihr euch jetzt in eurer Wohnung einschließt und nie wieder lüftet, hier ein paar Tipps, die ihr befolgen könnt, wenn ihr dem „Vampir-Wesen“ begegnet.

  • Keine Panik! Wie immer gilt: das Tier hat bestimmt mehr Angst vor euch, als ihr vor ihm.
  • Nicht mit bloßen Händen berühren und versuchen, die Spinne zu retten. Auch nicht mit einem Taschentuch oder einer Küchenrolle.
  • Am besten ist, ihr überwindet eure Angst und stülpt ganz schnell ein Glas über die Spinne. Dann könnt ihr ein Blatt darunter schieben und das Tier in die Freiheit bringen – aber bitte ganz weit weg von euch oder anderen Wohnungen …

Und jetzt entschuldigt uns bitte, wir stellen mal kurz unsere Wohnungen auf den Kopf …