Wenn wir all das, was wir in Liebesfilmen sehen und in romantischen Büchern über Beziehungen lesen, nicht hinterfragen, haben diese Liebesmythen das Potenzial, unsere Beziehung zu zerstören.

Mit der Wahrheit ist das bei Filmen und Büchern nämlich so eine Sache. Wir lieben sie, weil sie uns unterhalten, nicht weil sie das wahre Leben zeigen. Das müssen wir uns für unsere Real-Life-Realtionships unbedingt merken!

Diese Liebesmythen aus Filmen sind absoluter Bullshit

Bitte ganz genau mitschreiben:

1. Physische Entfernung gefährdet die Beziehung

Wir schaffen es oft locker für ein paar Tage keinen Kontakt zu unseren BFFs zu haben und trotzdem haben wir uns lieb. Mit dem Partner ist es dasselbe. Ein bisschen Zeit für uns selbst, unsere Hobbies und unsere Freunde schadet nicht – ganz im Gegenteil: es gibt uns sogar wahnsinnig viel Energie und kann die Beziehung zum Partner oder der Partnerin sogar noch stärken. Sich nicht jeden Tag zu sehen, heißt nicht, dass man sich dadurch weniger liebt. Immer wieder mal auf Abstand zu gehen führt höchstens dazu, dass man den anderen noch mehr zu schätzen weiß und die gemeinsame Zeit viel intensiver erlebt.

2. In guten Beziehungen brennt zu jeder Zeit Leidenschaft

Egal, wie viel sich andere Pärchen in Filmen streiten, die Filmindustrie schafft es trotzdem, dass am Ende in unseren Köpfen nur die Vorstellung eines perfekten und leidenschaftlichen Paares ohne Probleme hängen bleibt. Und wir wünschen uns danach nichts anderes, als selbst diesen vermeintlich perfekten Partner oder die perfekte Partnerin an unserer Seite zu haben.

Aber das, was uns da in der romantischen Hollywood-Welt vermittelt wird, entspricht so absolut gar nicht der Realität. Denn im Real-Life gehört Streit in der Beziehung einfach dazu. Nicht jeder Tag brennt vor Leidenschaft. Und Eifersucht kennen so gut wie alle von uns. Nicht immer einer Meinung zu sein und auch mal mit dem Partner oder der Partnerin aneinander zu geraten, ist völlig normal und gesund. Denn wir müssen auch unangenehme Dinge aussprechen können, damit die Beziehung wachsen und reifen kann.

3. Es gibt Partner, die nur „gute“ Seiten haben

Jeder von uns hat irgendwie in irgendeiner Form einen an der Schüssel – facts! Fragt eure Familie Die logische Schlussfolgerung: wir werden bei jedem Mann und bei jeder Frau, die wir daten, irgendwann etwas auszusetzen haben. Deswegen gibt es den perfekten Partner einfach nicht. Damit müssen wir klarkommen – und einfach jemanden finden, dessen Macken wir zumindest halbwegs ertragen.

4. Männer stehen auf „schwache Frauen“

Newsflash: Frauen sind alles andere als das „schwache Geschlecht“. Und nochmal Newsflash: Es ist ABSOLUTER BULLSHIT, dass wir uns dumm und arm und schwach stellen müssen, damit Männer auf uns stehen. Und wenn tatsächlich mal so einem Exemplar über den Weg läuft, sollte ihm mal ordentlich die Meinung geigen und dann schleunigst das Weite suchen. Lasst euch niemals einreden, ihr seid attraktiver, wenn ihr nicht den Mut aufmacht, euch mit eurer Meinung zurückhaltet, und einfach nur Ja und Amen sagt!!! Steht zu euch und euren Wünschen und zieht euer Ding durch. Wer damit nicht klarkommt, ist sowieso nicht der Richtige.

5. Für das ultimative Glück muss die Beziehung für immer halten

Wenn wir Glück haben, finden wir die Person, mit der wir den Rest unseres Lebens verbringen wollen, gleich beim ersten Versuch. Viel wahrscheinlicher ist es aber, dass wir mehrere Anläufe dafür brauchen und das ist auch völlig OK. Beziehungen sind nun mal nicht immer perfekt und manchmal ist es einfach besser, sich zu trennen und einen Schlussstrich zu ziehen – vor allem dann, wenn uns die Partnerschaft alles andere als guttut!

6. Liebe macht blind

Nein, tut sie nicht. Wir sehen ganz genau, was schiefläuft. Wir wollen es oft nur nicht wahrhaben.

7. Die Beziehung kann nur „gute Gefühle“ brauchen

Es fühlt sich zwar wahnsinnig schön an, glücklich verliebt zu sein, aber unsere Partner sind auch wie wir nur Menschen und in Beziehungen kommt es zwangsläufig auch zu nicht so guten Momenten, die negative Gefühle in uns auslösen können. Und das ist auch gut so. Denn nur so können wir für uns selbst lernen, wo unsere Grenzen sind, was wir wollen und was wir nicht wollen und gemeinsam als Paar wachsen und uns weiterentwickeln.

8. Liebe passiert von alleine

Klar, am Anfang einer Beziehung wirkt es fast so, als müsste man nichts tun, um sich zu lieben. Man findet sich gegenseitig attraktiv, himmelt den anderen an und ist generell der Meinung, das Gegenüber ist perfekt. Man hat eben die rosarote Brille auf. Doch mit der Zeit merkt man, dass Liebe auch harte Arbeit sein kann. Partnerschaften kann man nicht nur passiv genießen, sondern man muss auch aktiv an einer starken Beziehung arbeiten, um eine gemeinsame Zukunft schaffen zu können. Von ganz alleine passiert da also gar nichts.

9. Liebe alleine reicht

Leider ist auch diese Aussage ein Mythos. Ja klar, Liebe ist äußerst machtvoll – in manchen Fällen reicht Liebe alleine aber tatsächlich NICHT aus. Zum Beispiel dann, wenn es unterschiedliche Ansichten bezüglich gemeinsamer Zukunft, Heirat oder Kinderwunsch gibt. Aber auch unterschiedliche politische Einstellungen oder auch ganz einfach der Wunsch des Partners oder der Partnerin ins Ausland zu ziehen, haben schon dazu geführt, dass sich Paare trotz aufrichtiger Liebe füreinander trennen.