Ein Sommer ohne Insekten, die uns wirklich nerven, wäre kein richtiger Sommer. Und dennoch gibt es da so einige Dinge, die man tun kann, um lästige Plagegeister wie etwa Gelsen fernzuhalten. Das Beste: Man kann dabei vollkommen auf Chemie verzichten.

So wird der nächtliche Ausflug zur Grillparty oder an See definitiv nicht zu einem juckenden Desaster.

So hält man Gelsen fern – ohne Chemie

Jedes Lebewesen hat seine Berechtigung – schon klar. Aber auf das eine oder andere kann man nun wirklich verzichten. Oder feiert es jemand von euch so richtig ab, wenn er von unzähligen Gelsen zernagelt wird? Eben. Deshalb sollten wir bereits Vorkehrungen treffen, damit uns die lästigen Tiere gar nicht erst zu nahe kommen.

Fun Fact: Meist ist es gar nicht das Licht, das Gelsen in Scharen anlockt, sondern der eigene Körpergeruch, die Körperwärme sowie das Kohlendioxid, das wir ausatmen. Wer also schon vorab sicher gehen möchte, nicht von den Plagegeistern malträtiert zu werden, ist am besten frisch geduscht und trägt helle, weite und lange Kleidung. Denn daran sollen die Tierchen absolut null Interesse haben.

Wenn das nichts mehr hilft und man nicht sofort zu beißenden Sprays greifen möchte, mit denen man seinen Augen und Schleimhäuten lieber mal fernbleibt, greift man am besten zu folgenden Mitteln.

1. Brennender Salbei

Die Pflanzenwelt hat bereits vorgesorgt und weiß, wie sie uns am besten vor Gelsen schützt: Mit Salbeiblättern. Zündet man diese im zerriebenen Zustand an, werden starke aromatische Gerüche freigesetzt – und die finden Gelsen ganz und gar nicht gut. Im besten Fall bleiben sie einem dann auch vom Leib.

2. Sauer duftende Pflanzen

Auch sonst hält die Flora so einiges für uns bereit, mit dem Gelsen in weiter Ferne bleiben sollen. Etwa Zitronenmelisse, Minze, Duftpelargonien oder Tomatensträucher. Wer etwas davon rund um seinen Sitzplatz platziert, minimiert das Risiko von Gelsenstichen – und hat gleichzeitig auch einen frischen Duft um sich.

3. Ätherische Öle

Was Gelsen absolut abschreckend finden: Düfte wie Anis, Zimt, Zitrone, Eukalyptus, Lavendel und, wie eben erwähnt, Minze sowie Salbei. Von all diesen Duftrichtungen gibt es bereits ätherische Öle, in denen diese Gerüche sehr konzentriert zusammengemischt sind. Wer auf Nummer sicher gehen will, trägt sich kleine Menge dieser (biologischen) Öle auf Hand- und Fußgelenke auf – vorher aber unbedingt die Verträglichkeit testen! Alternativ kann man sich das Öl auch in die Bodylotion mischen.

4. Duftlampen

Wem die ätherischen Öle alleine zu stark duften, kann sie auch mit Wasser verdünnen und eine Duftlampe aufstellen. Das macht die Situation auch gleich viel cozier und wenn notwendig auch super romantisch. Allerdings kann die Wirkung hier nach einiger Zeit wieder nachlassen, da das Wasser verdunstet und somit auch der Geruch verfliegt.

5. Schale mit Wasser und Spülmittel

Wie ihr bestimmt schon festgestellt habt, werden Gelsen von Wasser angezogen. Mit einem Hack kann man die Biester ganz einfach austricksen: Eine Schale Wasser mit ein paar Tropfen Spülmittel mischen! Dadurch wird die Oberflächenspannung des Wassers zerstört, die Gelsen haben keinen Halt mehr darin und ertrinken. Etwas makaber, aber definitiv hilfreich.

6. Vitamin B1

Der Körper freut sich immer über eine gute Portion B1. Das Vitamin sorgt nämlich für schöne Haut, glänzende Haare und gesunde Nägel. Und ganz nebenbei verändert es auch unseren Körpergeruch so, dass Gelsen diesen abstoßend finden. Für uns Menschen ist das nicht wahrnehmbar, für die stechenden Tiere allerdings schon! Wer hier nachhelfen möchte, kann das beispielsweise mit Bierhefe (in der Drogerie oder Reformhäusern erhältlich) tun.

7. Ventilatoren

Wenn ihr die Möglichkeit habt, an dem Ort, an dem ihr euch gemeinsam mit zahlreiche Gelsen befindet, einen Ventilator aufzustellen, dann nur zu! Denn Wind mögen die Tiere überhaupt nicht und suchen deshalb auch schnell wieder das Weite. Pluspunkt im Hochsommer: Ihr schwitzt auch gleich viel weniger, wenn ihr von Ventilatoren umgeben seid.