Würden wir euch nach dem gruseligsten Film fragen, den ihr je gesehen habt, würden wir mit Sicherheit unzählige verschiedene Antworten bekommen. Denn jeder empfindet hier anders. Doch was wäre, wenn wir euch sagen, dass es Horrorfilme gibt, die sogar wissenschaftlich belegt den höchsten Grusel-Faktor haben?

Britische Forscher haben dazu jetzt eine Studie veröffentlicht. Wer es also gerne schaurig mag, sollte jetzt unbedingt weiterlesen …

Diese Horrorfilme gruseln uns am meisten

Die einen finden Geisterbeschwörungen und Wesen aus dem Jenseits ultra gruselig. Andere möchten sich schon am liebsten unter der Decke verstecken, wenn ein Fremder mit einem Messer im Film unterwegs ist. Wie schlimm man einen Horrorfilm findet, ist also sehr subjektiv. Doch britische Wissenschaftler wollten dem jetzt genau auf den Grund gehen und haben eine Studie gestartet, um herauszufinden, welche Horrorfilme den Menschen nun wirklich die meiste Angst einjagen.

Dazu haben sie den 250 Studienteilnehmern 40 verschiedene Gruselfilme gezeigt und dabei den Herzschlag gemessen. Immerhin kennen wir doch alle den Moment, wenn wir vor Angst gar nicht mehr auf den Bildschirm schauen können und wir das Gefühl haben, dass unser Herz gleich aus der Brust springt. Die Auswahl der Horrorstreifen basierte auf einer Liste von Filmkritikern, Vorschlägen der Reddit-Community und neuen Filmen.

Während ihrer Studie haben die Wissenschaftler gemessen, inwieweit sich die Herzfrequenz bzw. der Puls beim Schauen dieser Filme verändert. Der Durchschnittswert der Probanden im Ruhezustand lag bei etwa 64 Schlägen pro Minute (BPM). Je höher der Anstieg der Frequenz war, desto gruseliger wurde der Film auch bewertet. Auf broadbandchoices.co.uk haben die Forscher das Projekt dann veröffentlicht. Neugierig geworden? Dann findet ihr hier die Top 5 der gruseligsten Horrorfilme aller Zeiten.

1. Host (2020)

Wenn man eine Pandemie, einen Lockdown und eine Geisterbeschwörung kombiniert, dann ist das wohl der gruseligste Film aller Zeiten. So wie in „Host“. Ein Horrorstreifen, der für so einige Schockmomente sorgt. Eine Gruppe Freunde hält über Zoom eine Seance ab. Doch so wie fast immer, wenn Protagonisten Geister beschwören, gerät die Situation außer Kontrolle. Ein böser Geist dringt in die Häuser der Freunde ein und macht ihnen die folgende Nacht zur Hölle. Langsam erkennen sie: Sie werden die kommenden Stunden womöglich nicht überleben.

Das Testpublikum fand den Streifen scheinbar besonders schlimm. Auch wenn der Plot nicht unbedingt spannend ist, sorgen einige Szenen für Schockmomente. Denn hier stieg der Puls der Zuschauer am höchsten an: Um ganze 24 BPM.

Grusel-Faktor:

2. Sinister (2012)

Die Geschichte rund um den Kriminalschriftsteller Ellison Oswalt hat schon öfter mal für stockenden Atem gesorgt. Aufgrund von finanziellen Problemen muss er mit seiner Familie in ein kleines Haus ziehen, in dem ausgerechnet eine Familie auf mysteriöse Art gestorben ist. Schnell erkennt er, dass dunkle und äußerst unheimliche Mächte Grund für die Todesfälle sind. Denn er findet eine Kiste mit Filmrollen, auf denen sehr verstörende Aufnahmen zu sehen sind. Jetzt ist auch das Interesse von Ellison geweckt und er beginnt, auf eigene Faust zu ermitteln. Dabei stößt er auf ein Geheimnis, das ihn an seinem Verstand zweifeln lässt. Und auch das noch: Seine Kinder scheinen von Geistern besessen zu sein, die mit den Filmen sowie den Morden zusammenhängen.

„Sinister“ zählte für viele wohl schon immer zu den gruseligsten Horrorfilmen überhaupt. Jetzt gibt es sogar noch einen wissenschaftlichen Beweis dafür. Denn die Herzfrequenz der Probanden ist um 22 BPM gestiegen.

Grusel-Faktor:

3. Insidous (2010)

Auch wenn wir die Story über eine Familie, die in ein altes Haus zieht und von Übernatürlichem heimgesucht wird, schon viel zu oft gehört haben, ist die Geschichte der Lamberts besonders gruselig. Denn in ihrem neuen Zuhause häufen sich mysteriöse Vorkommnisse. Sohn Dalton begibt sich auf Spurensuche und durchsucht den Dachboden. Doch dann stürzt er von der Leiter und fällt ins Koma. Nach einiger Zeit im Krankenhaus kehrt der Junge wieder zurück in das Haus und die Eltern müssen feststellen, dass ihr Kind von Dämonen heimgesucht wird. Können ihnen renommierte Parapsychologen helfen oder ist Dalton den bösen Kreaturen vollkommen ausgesetzt?

Ob dieser Film furchteinflößend ist? Allerdings. Kinder und Dämonen sind in der Horror-Industrie nämlich eine besonders beliebte Kombi. Laut Studie sorgte der Streifen für eine Pulserhöhung um 21 BPM.

Grusel-Faktor:

4. The Conjuring (2013)

Langsam ergibt sich ein Muster: Dem durchschnittlichen Menschen jagen also Horrorfilme, in denen es um übernatürliche Wesen geht, besonders große Angst ein. In dieser Reihe befindet sich auch der Kultstreifen „The Conjuring“. Wer den Film noch nicht kennt: Ein Ehepaar zieht mit seinen fünf Töchtern in ein idyllisches Haus am Land. Doch die Ruhe hält nicht lange. Denn es scheint, als würde das Haus im Griff einer unheimlichen und unsichtbaren Macht sein. Die Familie holt sich Hilfe von Dämonologen, die sehr schnell erkennen, dass sie es hier mit einem hasserfüllten und sehr gefährlichen Wesen zutun haben. Die Chancen stehen schlecht, dass sie sich vor den Dämonen retten können.

Auch bei den Versuchspersonen löste der Film Schweißausbrüche und Herzklopfen aus. Die Pulsfrequenz hat sich um 20 BPM erhöht.

Grusel-Faktor:

5. Hereditary – Das Vermächtnis (2018)

Familie Graham führte bisher ein sehr glückliches Leben. Doch dann stirbt Familienoberhaupt und Mutter Elen plötzlich und nichts ist mehr so, wie es mal war. Die Hinterbliebenen sind mit unheimlichen Ereignissen konfrontiert, für die sie keine Erklärung finden. Von Angst und Panik getrieben, versuchen sie dahinterzukommen, was hier gerade geschieht. Doch leider bringt ihnen ihre Spurensuche keine Lösung des Problems, sondern deckt ein gespenstisches Familiengeheimnis auf. Die Grahams finden heraus, dass ihre Ahnen sie einem grauenhaften Schicksal ausgesetzt haben.

Hier sind starke Nerven gefragt, denn der Film ist definitiv keine leichte Kost. Da ist sich wohl auch das Testpublikum einig. Denn die Forscher haben einen Pulsanstieg von 18 BPM gemessen.

Grusel-Faktor:

Dann bleibt ja nur noch eines zu sagen: Viel Spaß beim Gruseln